Schäume sind die wohl faszinierendsten Gebilde der Kochkunst. Wenn man Schäume herstellt, ist Wissen über die Prozesse, die dabei ablaufen, hilfreich - vor allem, wenn Schäume besondere Fähigkeiten wie Stabilität bei Hitze oder Großporigkeit aufweisen sollen.
Entscheidend ist
Lipide sind eine große Gruppe von in der Natur bedeutsamen Molekülen. Sie umfassen u. a. Fette und Öle sowie Fettsäuren und Wachse.
Bestimmte Lipide sind für die Bildung von Zellwänden wichtig, Lipide kommen in allen Lebensmitteln vor - und bei der Herstellung von Schäumen spielen Lipide eine besondere Rolle, weil sie sehr reaktionsfreundlich sind.
Anwendung:
Durch Aufschlagen mit Schneebesen oder Stabmixer wird Luft in eine schaumfähige Grundmasse gepumpt, und die Wände der entstandenen Blasen erhalten durch die Lipide Stabilität.
Wasserunlösliche (hydrophobe) Lipide bedürfen eines Lösungsmittels, um sich in Wasser aufzulösen. So genannte grenzflächenaktive Lipide, die hydrophile Bausteine enthalten (auch als polare oder amphiphile Moleküle bezeichnet), sind wasserlöslich.
Bei der Herstellung von Schäumen wird insbesondere die Fähigkeit von Lipiden genutzt, sich so zusammenzulagern, dass Zellwände entstehen. Dies gilt insbesondere für so genannte Airs, Schäume mit einer besonders geringen Schaumdichte, die ausgesprochen luftig wirken.
Tipps:
Obwohl für die Herstellung von Schäumen einige Lipide in Frage kommen, findet in der Molekularküche hauptsächlich Sojalecithin Verwendung.
Tipp:
Sojalecithin sollte am besten kalt in möglichst fettarme Zubereitungen eingearbeitet werden, um höchste Schaumigkeit zu gewährleisten.
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Die neue Auflage ist erschienen und wird ab Mitte April 2011 ausgeliefert. Moderate, aber wichtige Änderungen gegenüber der bisherigen Auflage - trotzdem können beide Auflagen nebeneinander im Unterricht eingesetzt werden, da sie...